Wars der Piko zu kalt?

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Wars der Piko zu kalt?

Beitragvon Glühbirne » 15.12.2017, 22:40

Hej zusammen!

War bei 1° mit Piko und Wilma im Wald unterwegs. Da es eine knapp 90minütige Tour werden sollte, habe ich die Lampen in hohen Leuchtstufen betrieben. Es waren einige Abfahrten mit bis zu 40km/h dabei (Windchill).

Bei einer angezeigten Akkukapazität von 80% meldet die Wilmarotes Backlight

Die Piko meldet (siehe Bild) bei 90% (schwer zu erkennen, aber die oberste LED leuchtet nicht) kam auch hier das rote Warnlicht.

Beide Lampen haben anschließend noch im mittleren Bereich bis 30% (Wilma) und 80% (Piko) geleuchtet. Aber mcih verunsichert das. Hat der Lampenkopf recht, dann wird's bald dunkel. hat der Akku recht, dann kann ich noch entspannt weiter fahren.

piko 90% rotes backlight.jpg


Vermute mal, das es dem Akku recht kalt wurde. Gepaart mit den höheren Strömen hat er wahrscheinlich sehr früh gewarnt.
Wie sind eure Erfahrungen bei diesen Temperaturen?


Hinweis: Beide Akkus waren randvoll.

Danke!

vg

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Re: Wars der Piko zu kalt?

Beitragvon microbat » 16.12.2017, 16:54

Hi,
meine Erfahrung ist, dass bei um die Null Grad jeder Akku nicht so Leistungsfähig ist, als wenn es wärmer wäre.

Die Lampen sind bis zu einer Temperatur von -20 Grad freigegeben.
Diese Temperatur wird erreicht bei einer Umgebungstemperatur (UT) von -20 Grad :wink:
oder bei -10 Grad (UT) und einer Windgeschwindigkeit von ca. 40 km/h (Windchilleffekt).

Deine Lampen wurden demnach nicht zu kalt :wink:
(und meiner Meinung nach wären auch -30 Grad kein Problem).

Mit den Akkus wird es schon schwieriger (um nicht zu schreiben „philosophisch“) deren Leistungsfähigkeit zu beurteilen.
Jedoch ausschlaggebend ist die Größe bzw. Nennleistung, Alter / Gebrauch / Ladezustand und Temperatur im Akku (Gehäuse).

Was kann man da machen um die erwartete Leistung (unter „widrigen“ Umständen) zu erreichen:
- Späte "Akku Leer Warnung" an der Lampe einstellen
- korrekte Akkukapazität an der Lampe einstellen (sofern möglich)
- Akku voll laden
- Akku solange wie möglich oder generell „warm halten“
(Das bedeutet erst vorm Start am Rahmen montieren und nach Möglichkeit im „Windschatten“ vom Rahmen / Helm
oder mit Verlängerungskabel am Körper / im Rucksack transportieren - sofern möglich / sinnvoll...)
- frische Akkus verwenden

...und das vermutlich wichtigste zuletzt...
- nur soviel Leistung aus dem Akku „ziehen“ wie man braucht.
Das bedeutet: Lampe dimmen :mrgreen:
...auch wenn man sich von ´ner Lupine erwartet immer mit „voller Leistung“ durch die Nacht zu „glühen“.

Die Anzeige am SC Akku ist, für sich genommen, eine Information.
Die Anzeige an der Lampe zum Akkuladestand ist, bei korrekter Einstellung, auch eine Information.
Beide Anzeigen als eine Information zusammen zu bringen ist, unter Umständen, keine Information.
Die Umstände sind:
- siehe oben...
- Leitungsverluste (Kabel und Kupplung)
- Kalibrierung beider Anzeigen

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Re: Wars der Piko zu kalt?

Beitragvon Glühbirne » 18.12.2017, 17:54

Hey microbat,

danke für deine ausführliche Antwort. Was die Wilma anbelangt, so war die rote (1.) Akkuwarnung zwar relativ früh, aber in Relation zur angeforderten Leistung auch wieder nachvollziehbar.
Das die Piko schon bei 10% entnommener Leistung "rot" anzeigt, ist mir schleierhaft. Allerdings kann ich sagen, das die Anzeigen am den SC-Akkus gut waren.
Sowohl der Lampenkopf als auch die sc-Anzeige holen sich die Werte ja vom Akku. Denke ich falsch wenn ich schreibe das die Backlightanzeigen nur eine andere Darstellungsart wie die SC-Anzeige ist?

Was meinst Du mit "Kalibrierung beider Anzeigen"? Wolf hat einmal im Forum geschrieben, dass die aktuellen Akkus nicht mehr kalibriert werden müssten, empfohlen wird das entladen/laden des Akkus am charger one. Und am Lampenkopf kann ich nichts kalibrieren, höchstens ein Reset durchführen.
vg
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Re: Wars der Piko zu kalt?

Beitragvon microbat » 18.12.2017, 21:14

Gerne :)

Wilma: falls der Akku etwas älter und durch die Kälte einigermaßen „träge“ und die Wilma auf „frühe Akku Warnung“ und nicht auf den entsprechenden Akku eingestellt ist, dann kann sowas passieren.

Piko: an der Piko kann man eine frühe oder späte Akku Warnung einstellen, aber nicht welcher Akku angeschlossen ist.
Ansonsten... Kälte und Alter usw...

Die SC Anzeige teilt die anliegenden Volt mit und interpretiert daraus einen „Füllstand“.

Die Lampe erledigt beim anschließen vom Akku unter Last einen Selbsttest und „stellt fest“ welche Spannung anliegt.

Desweiteren (und sofern ich mich korrekt erinnere) wird die entnommene Leistung korreliert und entsprechend der eingestellten Akkuwarnstufe und des eingestellten Akkus (falls vorhanden) die Warnstufen angezeigt.
Beide „Messungen“ liefern ein Unterschiedliches Ergebnis und sollen dem Benutzer unterstützten.
Diese „Messungen“ sind nicht aufeinander abgestimmt - im Sinne von kalibriert.

Eine / Die App bekommt via Bluetooth die „Messung“ von der Lampe.

„Messung“ deshalb in „“, weil es keine „echte“ Messung im Sinne der Elektrotechnik ist.
Es soll den Benutzer unterstützen...

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Re: Wars der Piko zu kalt?

Beitragvon raphsen » 07.01.2018, 14:02

Nur so Bemerkung: Bei einem Akku mit Windchill zu argumentieren ist fehl am Platz. Ein Akku hat kein "Gefühl". Bei 1 Grad Aussentemperatur kann der Akku nun mal nicht kälter als 1 Grad werden, ausser er ist nass und die Luftfeuchtigkeit sehr tief (und selbst dann handelt es sich nur um wenige Grad, welche durch die entstehende Wärme bei der Entladung kompensiert werden dürfte).

Mich dünken die wiedersprüchlichen Informationen sehr komisch, bei meiner Wilma hatte ich diese Diskrepanz noch nie (und gehe den ganzen Winter durch fahren, auch bei -10 Grad).


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