Kritik an der SL AF

Diskussionen rund um Lupine

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von deedee » 29.12.2019, 09:33

* cl * hat geschrieben:
29.12.2019, 08:01
Zwei SL‘s parallel auf voller Leistung sind schon verdammt hell, und eigentlich nur bei nasser Fahrbahn von Vorteil. Beide parallel bei halber Leistung perfekt. Und die Redundanz hast Du gleich(wertig) mit am Lenker.
Da möchte ich mal einhaken.
Ich denke, die Anzahl der Leute, die sich für knapp 1.000,00 Euro Licht ans Rad hängen dürfte doch relativ überschaubar sein.
Ich kenne niemanden, dem ich, ohne ein Kopfschütteln zu ernten, erklären konnte, wofür ich meine Blika alles gebrauche, die man, wohlgemerkt, deutlichst vielseitiger einsetzen kann als eine SL, die bloß vorn am Rad ihren Platz finden kann.

Die 6000 K der Blika empfinde ich als - persönlicher Geschmack - "neutral weiß" genug. Sie sollte keinesfalls noch heißer/blauer werden. Und auch hier haben sich schon genug Leute gemeldet, dass das Licht noch immer viel zu blau ist, sodass Lupine überhaupt eine Umrüstung auf 4900 K anbietet, was ja auch einiges an Ressourcen bindet.

Falls die SL wirklich 7000 K hat wäre sie für mich absolut unkaufbar da sie dann ein viel zu "totes" und kontaststarkes Licht verwendet.
Kontrast ist nicht immer gut, da die Nuancen von allem, was man sieht, verlorengehen und es auf Dauer sehr anstrengend für die Augen wird.
Gegenverkehr hin oder her. Auf welcher Straßenseite fahrt ihr denn, dass euch der Gegenverkehr Platz machen muss?

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von bikesteff » 29.12.2019, 13:24

Zwei SL‘s parallel auf voller Leistung sind schon verdammt hell, und eigentlich nur bei nasser Fahrbahn von Vorteil.
Naja, genau darum gehts mir ja. Hier in der Rhein-Neckar Gegend sind die Wege seit Oktober morgens eigentlich fast immer nass / feucht, auch wenn es nicht regnet. Trocken war es nur vor ein paar Wochen mal (Ostwetterlage). Ich hatte bei den ersten Testläufen immer noch meinen Selbstbau mit am Lenker und empfand die Ausleuchtung besser (nicht breiter!), obwohl wegen der rotationssymmetrischen Strahler Licht nach oben verschenkt wird (und potentiell blended, was ich nicht will!), konnte daher jedoch direkt vergleichen. Bei nasser Fahrbahn empfand ich die Blendwirkung übrigens nicht mehr oder weniger unangenehm als bei der SL-AF im Abblendlicht - liegt wohl an der Spiegelwirkung von nassem Fahrbahnbelag. Aber wie gesagt, ich möchte endlich etwas STVZO konformes am Lenker haben. Auch eine Subinopi (ohne Fernlicht) durfte ich (leihweise von einem Bekannten) mal fahren. Die Lichtfarbe fand ich da schon verträglicher, Ausleuchtung fand ich trotz der bemängelten Hammerwürfe aber durchaus o.k - für 500lm aber nicht schlecht. Ich möchte nochmal betonen: Es geht mir um eine Bike-Strassenlampe (nicht Gelände!). Es gibt ja auch Tests für aktuelle Strassenlampen im Gelände ... verstehe den Sinn nicht ganz. Auf der Straße kommen mir normalerweise keine Äste entgegen. Ist doch eine Straßenlampe !?

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von bikesteff » 29.12.2019, 13:45

Da möchte ich mal einhaken.
Ich denke, die Anzahl der Leute, die sich für knapp 1.000,00 Euro Licht ans Rad hängen dürfte doch relativ überschaubar sein.
Wohl wahr ... wie überhaupt alles, was mit diesem (und anderem) Sport zusammenhängt. Für manche Lenker-Vorbau-Kombination kaufen sich andere ein ganzes Rad :lol: .. allerdings fahren die auch keine 20TKm im Jahr per Rad. Aber ich gebe Dir Recht, 1000€ ist das schon eine Hausnummer. Bißchen offtopic: Allerdings werden auch die Räder immer teurer. Inzwischen ist 10k€ ja schon fast "überschaubar" (sorry, nicht für mich), 4-5.000€ müssen für ein gutes Mittelklassegeräte angelegt werden (dafür bekam man vor 15 Jahren die Creme de la Creme). Dies ist aber nicht nur im Radbereich so. Wenn man den Maßstab daran auslegt müsste man meinen, uns geht es zu gut.

Aber grundlegend bin ich auch der Ansicht, dass für 300€ eigentlich ein gutes Bikelicht zu haben sein sollte. Aber was ist "gut" ??

@Lupine: Wenn das bei der Blika geht (wärmeres Licht), könnte es doch zumindest bei der anstehenden SLX auch gehen, oder? Umrüsten bei schon zugelassener Lampe ist vermutlich nicht ohne sehr großen Aufwand möglich.

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von bikesteff » 29.12.2019, 13:49

Zur Lichtfarbe: da gibt es einen amerikanischen Hersteller der hat etwas wärmere Altilon Chips verbaut,
Musste gerade nochmal in das Datenblatt spicken ... etwa 100lm/W und damit leicht schlchter als OSRAM (zumindest nach Datenblatt). Aber ansosnten sehr interessant :-).

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Labi » 29.12.2019, 16:26

bikesteff hat geschrieben:
19.12.2019, 21:34

Leider ist mir gerade noch etwas anderes aufgefallen: Die Geschwindigkeitsanzeige meines HAC-4 (ebenfalls schon von 2004/5) geht nicht mehr, wenn ich das SL Abblendlicht einschalte. Schalte ich meine Selbstbaufunzel an und geht dadurch die SL in den Taglichtmodus (ich habe beide Lampen heute einmal zusammen betrieben und sie dabei recht nah zusammen montiert, so dass etwas Streulicht in den Lichtsensor der SL ging, war eigentlich nicht beabsichtigt), geht die Tachfunktion wieder. Schalte ich wieder auf Abblendlicht, geht der Tacho wieder auf 0. Dabei verwende ich (seit Jahren) den HAC mit kabelosem Sender und Empfänger. Kann es sein, dass evtl. das Bluetooth-Signal in das Tachosignal streut (sprich: Das Tachosignal das Frequenzband von Blutooth verwendet?). Falls die Bluetooth-Funktion im Tagfahrlicht abgeschaltet wird, könnte es das erklären.
Also den HAC4 nutze ich auch noch am Querfeldeinrennrad. Seit den Zeiten der Lupine Nightmare (und später auch mit ein paar China-Böllern) machte das Ding Ärger, bei mir vor allem mit dem Pulsmesser. Was wirklich half: CR2032-Zellen von Sony statt Panasonic etc. Ich wollte es auch erst nicht glauben, also ich das auf einer HAC4-Seite eines Users las, aber mit Sony-Zellen war das Problem gelöst.
Am Strassenrennrad und dem 29er Hardtail nutze ich den Sigma Rox 6 in Verbindung mit Lupine SL-AF und der Piko R.
Am Rennzelt war das problemlos, aber am Hardtail hatte ich den Radsensor rechts, den Radcomputer rechts vom Vorbau, den Bluetooth-Schalter der SL-AF auch rechts am Lenker, die Lampe direkt links vom Vorbau. Da war auch Funkstille beim Sigma-Radsensor, ebenso bei der Trittfrequenz.
Ich habe den Rox links von der Lampe auf die linke Seite des Lenkers montiert, ebenso den Radsensor auf die linke Seite der Gabel und seither ist alles ok, keinerlei Probleme mehr.

Die Lichtfarbe der SL-AF finde ich übrigens ok, die Ausleuchtung prima und vor allem ist es blendfrei. Ja die Seiten sind eng begrenzt, aber im Gelände schalte ich die Piko R dann von der Dimm-Stufe auf eine der höheren Modi um und ich habe optimales Kurvenlicht. Am Straßenzelt. äh, Rennzelt kann ich damit leben, bei Abfahrten ohne gegenverkehr schalte ich auch die Piko R zu.

Gruß, Labi

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von bikesteff » 29.12.2019, 17:17

Also den HAC4 nutze ich auch noch am Querfeldeinrennrad. Seit den Zeiten der Lupine Nightmare (und später auch mit ein paar China-Böllern) machte das Ding Ärger, bei mir vor allem mit dem Pulsmesser. Was wirklich half: CR2032-Zellen von Sony statt Panasonic etc. Ich wollte es auch erst nicht glauben, also ich das auf einer HAC4-Seite eines Users las, aber mit Sony-Zellen war das Problem gelöst.
Freut mich zu hören, dass es noch HAC4 User gibt. Ich finde es zunehmend schade, wie schnell Dinge als veraltet erklärt werden, ist doch gerade mal 15 Jahre alt und gehörte damals zur Creme ... . Sicher sind neuere Geräte (evtl.) energieeffizienter, haben mehr "Features" etc., aber diese zu bauen benötigt auch Ressourcen und lasst die Technik mal 10 Jahre altern, dann wird spätestens wieder was neues fällig (weil nicht mehr kompatibel etc.) ... Es stimmt aber, dass speziell der Pulsmesser schon mal Probleme machte (bei mir in der Nähe von Oberleitungen und wenn die Batterien nicht mehr ganz neu waren).

Das aber die Batteriezellen das Problem lösen sollen ... hmmm. Kann es nicht ganz glauben, es sei denn, die Panasoniczellen hätten weniger Spannung oder könnten den Strom nicht liefern (wer weiß). Muss morgen mal schauen, welche Zellen ich habe, meine aber es sind VARTA, was/wer/welche Zelle auch immer sich dann dahinter verbirgt. Ich werde nun den Abstand zwischen Sender und Empfänger etwas verringern, damit hat es zumindest zu Hause einigermaßen geklappt. Außerdem hatte ich den HAC bislang schön mittig auf dem Vorbau. Dafür gab es ja extra eine Halterung. Daher ist es vermutlich egal ob der Sender links oder rechts steht, werde ich aber auch mal ausprobieren (Der Gedanke kam mir jetzt so noch nicht).

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von * cl * » 29.12.2019, 18:32

deedee hat geschrieben:
29.12.2019, 09:33
Da möchte ich mal einhaken.
Ich denke, die Anzahl der Leute, die sich für knapp 1.000,00 Euro Licht ans Rad hängen dürfte doch relativ überschaubar sein.
Ich kenne niemanden, dem ich, ohne ein Kopfschütteln zu ernten, erklären konnte, wofür ich meine Blika alles gebrauche, die man, wohlgemerkt, deutlichst vielseitiger einsetzen kann als eine SL, die bloß vorn am Rad ihren Platz finden kann.
In solchen Fällen kontere ich zuerst mit der Gegenfrage nach dem Preis für den Indoortrainer, oft ist das ein Tacx Neo zum Zwiften, kostet dann auch immer einen Tausender ;-) Und den haben viele...

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Aeoaeo » 29.12.2019, 18:50

Kurvenlicht wäre wirklich klasse. Vielleicht kann ja mal jemand eine Halterung mit Gimbal zusammenfrickeln :help

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Labi » 29.12.2019, 19:00

bikesteff hat geschrieben:
29.12.2019, 17:17

Freut mich zu hören, dass es noch HAC4 User gibt. Ich finde es zunehmend schade, wie schnell Dinge als veraltet erklärt werden, ist doch gerade mal 15 Jahre alt und gehörte damals zur Creme ... . Sicher sind neuere Geräte (evtl.) energieeffizienter, haben mehr "Features" etc., aber diese zu bauen benötigt auch Ressourcen und lasst die Technik mal 10 Jahre altern, dann wird spätestens wieder was neues fällig (weil nicht mehr kompatibel etc.) ... Es stimmt aber, dass speziell der Pulsmesser schon mal Probleme machte (bei mir in der Nähe von Oberleitungen und wenn die Batterien nicht mehr ganz neu waren).

Das aber die Batteriezellen das Problem lösen sollen ... hmmm. Kann es nicht ganz glauben, es sei denn, die Panasoniczellen hätten weniger Spannung oder könnten den Strom nicht liefern (wer weiß). Muss morgen mal schauen, welche Zellen ich habe, meine aber es sind VARTA, was/wer/welche Zelle auch immer sich dann dahinter verbirgt. Ich werde nun den Abstand zwischen Sender und Empfänger etwas verringern, damit hat es zumindest zu Hause einigermaßen geklappt. Außerdem hatte ich den HAC bislang schön mittig auf dem Vorbau. Dafür gab es ja extra eine Halterung. Daher ist es vermutlich egal ob der Sender links oder rechts steht, werde ich aber auch mal ausprobieren (Der Gedanke kam mir jetzt so noch nicht).
Sehe ich auch so, ich habe sogar einen 2. HAC4 am alten Stahlrenner ;-) Der steht aber fest auf der Rolle, seit ich vor gut 3 Jahren (als Jobrad) ein neues Strassenrennrad bekam. Da war halt der Sigma beim Händler und der gefiel mir, weil schön kompakt und gut ablesbar. Ein so großes Teil wie einen Garmin usw. möchte ich nicht am Lenker haben (wäre mir auch für einen Radcomputer zu teuer und all seine Funktionen brauche ich nicht. Ist aber ok, wenn adere User das nutzen, nur für mich war es halt nichts.)
Der HAC4 bzw das HAC-Control hat sogar ein paar Features, die die neuere Sigma-Lösung (Rox6 + DataCenter) so nicht bietet:
Die gefahrenen Höhenmeter bekomme ich dort nur in der Freeware BikeXperience angezeigt (die kann auch die HAC4-Daten lesen) und man muss nach jeder Tour die Daten am PC auslesen und im Rox löschen, weil 2 Touren sonst zu einem Datensatz verbunden werden, auch wenn Tage dazwischenliegen.
Dafür ist das feste/grobe Aufzeichnungsintervall des HAC4 (gerade hier im Mittelgebirge) schon sehr stark "glättend" und der Batteriewechsel beim Sigma schnell passiert. Das ist beim HAC4 immer nervig mit den Mini-Schrauben im Plastik-Gewinde und vor allem den kleinen Federchen für die Kontakte im Inneren ;-)

Und mit den Sony-Knopfzellen: Probier es einfach mal aus, ich war auch skeptisch aber meine Probleme, die ich mit Panasonic-Zellen hatte, waren/sind seither Geschichte.

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Tracki » 30.12.2019, 19:47

Naja, das ist jetzt so eine Sache. Zwischen "so einem wärmeren Licht" und >7000K liegen dann doch ein paar "Stufen" auf der Schwarkörperkurve. Ein, sagen wir mal, "Retroscheinwerfer" mit Halos hat vllt. 3500K - ich vermute mal, das ist mit "so einem wärmeren Licht" gemeint. Übliche Xenons strahlen bei etwa 4000-4700K, ein durchschnittlicher Sommertag mit Sonneneinstrahlung (von "schräg oben" wohlgemerkt) hat etwa 5500K. Die in der SL verwendeten Osrams liegen scheinbar eher in Richtung 7000K. Ich weiß leider auch nicht, wie hier die Streuung ist. Lupine gibt 6000K (+-5%) an, ein Test mit Messung in einer Ulbrichtkugel sagt ca. 7150K (?), mein Auge im Vergleich meinem SL Exemplar zu alten selektierten 5W Luxeons (5300K, leider noch schlechte lm/W) und CREE T4 würde das auch so sehen. >7000K sind aus meiner Sicht jedenfalls bei nassen und / oder nebligen Verhältnissen eher kontraproduktiv. Dies hängt natürlich auch noch von anderen Faktoren ab: Je größer der Winkel zur Straße wird, desto mehr mag sich das relativieren, aber ich fahre weder Hochrad noch heiße ich die SUV-Entwicklung (immer höher, immer größer) besonders willkommen (mal abgesehen davon, dass die Dinger (SUV) dann gerade in Kombination mit >7000er LEDs in bestimmten Winkeln andere Verkehrsteilnehmer blenden wie "Sau" :wall: ). Auch hat die SL kein adaptives Licht ... wäre mal was :D
Ist das nicht ein bischen zuviel Theorie?
Fakt ist für mich jedenfalls, daß das Licht der SL-AF einfach gut und recht gleichwertig ist zum automobilen Umfeld. Und darauf kommt's gerade bei einer StVZO-Leuchte doch an. Eine warmweisse Funzel geht allzuleicht in sonstigen üblichen Beleuchtungen bewohnter Bereiche unter.
Mag sein, dass ich mich zu unpräzise ausgedrückt habe. Die Ausleuchtung ist an sich o.k., nur dass ich für mich eben keinen Vorteil zu vorherigen Leuchte (s.o., sicherlich keine "Tunnellampe") ausmachen konnte. Es ist ja immerhin eine Straßenleuchte und keine, nennen wir es mal "sonstige Waldleuchte". Ich muss primär sehen, was vor mir liegt.
Ich meine aber schon, daß es gerade auch bei einer StVZO-Leuchte besonders darauf ankommt, daß ich in der Breite etwas sehe. Weil mein Umfeld sich eben nicht beschränkt auf das, was sich schnurgerade vor mir abspielt. Ich muss schon noch auf das reagieren können, was von der Seite her kommt.

Davon abgesehen, die breite Ausleuchtung hilft auch anderen, daß sie im Gegenzug mich viel früher wahrnehmen und auf mich reagieren können. Diese passive Unfallvermeidung sollte man gar nicht unterschätzen. Wenn mich einer viel früher von einer Seite wahrnehmen kann, dann fährt oder läuft der mir erst gar nicht vor's Rad und alle bleiben gesund und munter. Genau diese Erfahrung habe ich schon öfter machen können.

Eine reine 'Waldleuchte' ist da nicht vergleichbar. Die hat man üblicherweise auf dem Helm, der naturgemäß auch leichter in alle Richtungen schwenkbar ist.

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von bikesteff » 02.01.2020, 22:25

Fakt ist für mich jedenfalls, daß das Licht der SL-AF einfach gut und recht gleichwertig ist zum automobilen Umfeld. Und darauf kommt's gerade bei einer StVZO-Leuchte doch an. Eine warmweisse Funzel geht allzuleicht in sonstigen üblichen Beleuchtungen bewohnter Bereiche unter.
Naja, fällt dann wohl unter subjektive Wahrnehmung. Jede Jeck iss anders. Normale Serienxenons mit ca. 4500K sind eigentlich alles andere als warmweiss und 5500K sind dagegen schon recht kühl und sehr gut gegen Strassen und Wohnzimmerbeleuchtung abgegrenzt. Meine subjektive Wahrnehmung hätte sich jedenfalls ein weniger kaltes Licht um die 5500K mit entweder mehr Lumen bei gleicher Breite oder eine etwas weniger breite Ausleuchtung oder von mir aus zum Rand auslaufend (was scheinbar nicht STVO konform ist, wenn ich Wolf richtig verstanden habe) und dafür etwas mehr Tiefe gewünscht. Wie auch immer man das realisiert. Eine breitere Bauform ala Superdingsbums Mini hätte mich dabei absolut nicht gestört, wenn der Rest stimmt.

Das Problem ist ja auch folgendes: Gegen einen modernen KFZ-LED Scheinwerfer mit ebenfalls kaltem Licht hat man dann doch wieder das Nachsehen (mein 10 Jahre alter PKW mit Xenon hat ja schon 2 x 2500-3000lm + Tagfahrlicht). Ich fühle mich jedenfalls mit einer SL-AF jetzt nicht sicherer auf einer befahrenen Strasse im Dunkeln als vorher. Auch liegt meine Priorität anders: Primär möchte ich möglichst gut mit meiner Fahrradlampe sehen, dass heißt, ich fahre viel um große Strassen herum, gerdae weil ich mich, vermutlich egal mit welcher Lampe, mit einem Rad auf D'lands Strassen nicht wirklich sicher fühle. Letzteres sähe z.B. in NL völlig anders aus. Gesehen werden kann man auch anders erreichen: Leuchtende Jackenfarben (neon, wie z.B. Cas++++i in neongelb oder neonorange und nicht schwarz, wie bei so vielen), Reflektoren an Helm, Speichen, Rucksack, Hose, Jacke ... von mir aus Zusatzblinkies, die nicht blenden. Die SL kann man aber auch seitlich wg. des Glupschauges gut sehen (nettes Feature ;-).

Ich sage ja auch nicht, dass alles schlecht ist (Fernlicht top umgesetzt, Steuerung, Halterung, Bluetooth Schalter ...), aber die genannten Punkte wurmen mich eben. Vielleicht liegt es auch daran, von wlecher Beleuchtung man herkommt. Die legalen Fahrradbeleuchtungen waren jahrelang eine Zumutung (und sind es teils noch). Lustigerweise (oder eher traurigerweise) kommt durch die Pedelc-Welle in den letzten Jahren endlich etwas Bewegung in die Sache. Traurig deswegen, weil alles, was bisher für den Fahrradverkehr gemacht wurde, ein schlechter Witz ist und es erst ein E-Zelt braucht, um das ein wenig zu ändern.

Vllt. wird ja die SLX meine Erwartungen eher erfüllen. Mals sehen, bin ja schon gespannt :-). Die jetzige Bauform schreckt mich jedenfalls nicht ab. Ihr kriegt das schon hin ...

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Tracki » 03.01.2020, 19:45

Sicher hat jeder seine eigene Vorstellung, was für sich selbst eine StVZO-Lampe für's Rad können sollte. Wenn Du willst, dann schaue Dir mal das verlinkte Video an, in dem die Ausleuchtungen der SL-AF, der Blika und dem Rotlicht auch abseits der Strasse mal Live gezeigt wird. Ist recht unterhaltsam, wie ich finde. Jede Theorie ist erst mal nur grau, bis man das mal richtig gesehen hat.

Nur eines muss Dir eben auch klar sein: ein gutes Licht zu haben und gleichzeitig stromsparen durch herunterregeln der Lampe, das wird nicht so recht zusammenpassen. Von nix kommt nix. Das ist aber auch gar nicht nötig, wenn man die Lampe mit dem 6,9er Akku nimmt. Auf der Strasse fahre ich grundsätzlich immer mit dem 1000 Lumen Abblendlicht (16 Watt).

https://www.youtube.com/watch?v=sv0GLx7Z07A

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Timmäh! » 03.01.2020, 21:08

Tracki hat geschrieben:
03.01.2020, 19:45
Sicher hat jeder seine eigene Vorstellung, was für sich selbst eine StVZO-Lampe für's Rad können sollte. Wenn Du willst, dann schaue Dir mal das verlinkte Video an,
Aber @bikesteff besitzt doch schon eine SL-AF, er spricht doch eindeutig aus Erfahrung:
bikesteff hat geschrieben:
19.12.2019, 14:32
Nun, diesen Winter war es endlich soweit: Ich habe mir tatsächlich eine SL AF gegönnt.
Ich kann seine Kritikpunkte schon verstehen.
Bei der SLX besteht durch den Reflektor Hoffnung, dass die Lampe in der Mitte des Lichtkegels ein bisschen mehr Schlagkraft für die Ferne bekommt, und etwas wärmer wird es vermutlich auch, da werden wohl einfach die Linsen einen Effekt haben. Auch bei den Schwarzwäldern sind Osram Automotive Chips verbaut, und die ist eben ein bisschen wärmer als die SL-F
bikesteff hat geschrieben:
28.12.2019, 21:35
Zur Lichtfarbe: da gibt es einen amerikanischen Hersteller der hat etwas wärmere Altilon Chips verbaut, der hatte nur Zugriff auf die 5700K Variante, obwohl im Datenblatt noch eine 5400K Variante gelistet ist. Die Effizienz ist dort aber auch nicht weltbewegend besser und die Lichtverteilung leider auch nicht 100% ausgegoren...
Ich weiß jetzt nicht, welcher Fahrradlampenhersteller da gemeint ist (ich mag Lupine ja grundsätzlich ;-), aber 5700K wären schon fein, 5400K noch besser.
Outbound Lighting, aber leider eben zu hell vor dem Rad, schlecht für die Fernsicht. Kein Fernlicht und zudem nicht offiziell zugelassen.
Gruß, Timon

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Tracki » 04.01.2020, 10:38

Aber @bikesteff besitzt doch schon eine SL-AF, er spricht doch eindeutig aus Erfahrung:
Deswegen habe ich in meinem Posting zuvor den Link zu dem Video angehängt, um auch mal etwas aus der Realität ohne Zahlen aufzuzeigen, was vielleicht etwas zu kurz kam.

Darin sieht man das reale Licht sehr gut dargestellt, auch der sehr gut nutzbare breitere Lichtkegel. Die große Zahlenanhäufung weiter oben über die Lichtfarbe der SL-AF erscheint mir dagegen irgendwie etwas rein theoretisches zu sein.

Es gibt Hersteller, die haben evtl. größere Reflektoren für e-Bikes, was meiner Meinung nach aber nicht heisst, daß das Licht damit automatisch verbessert werden würde, siehe diese Patchworks an Lichtflecken. Dadurch wird das Thema 'noch mehr Licht'' eigentlich zur reinen Farce. Denn durch diese Heller/Dunkler-Lichtflecken wird es meiner Ansicht nach drastisch erschwert, das Voraus beim Fahren auf die Schnelle richtig einschätzen zu können.

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Re: Kritik an der SL AF

Beitrag von Tracki » 05.01.2020, 19:50

Eine Idee hätte ich, um das Fernlicht in der Tiefenwirkung nur für sehr weite Entfernungen voraus noch zu verbessern:

Lupine könnte vielleicht eine zusätzliche Spotlampe anbauen, wenn das über die Linse nicht gehen sollte. Das hat bei der Blika schon super funktionert. Diese Spotlampe sollte dann auch nur zusammen mit dem Fernlicht ansteuerbar sein, damit es kein Problem mit der StVZO gibt.

Natürlich ist das aber nur wieder eine reine Luxussache, da die Lampe mit der Linse an sich jetzt schon genial und auch so schön klein ist.

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