Angelaufene Scheibe bei Betty II

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Teelicht
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Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Teelicht » 25.01.2013, 16:03

Hallo zusammen,
ich hatte gestern erneut die Entdeckung gemacht, dass meine Betty II im Bereich der mittleren Linse einen "feuchten" Fleck aufweisst.
Ich habe die SuFu bedient und das Thema wurde schon durchgenommen. Abhilfe soll bringen, in dem man den Deckel abschraubt und die Lampe eine Zeit lang unter Volllast brennen lässt und dann den Deckel aufschraubt.
Viele wussten zu berichten, dass sich das Phänomen nach einiger Zeit von selbst behebt.
Ich habe das mit Deckel ab und Warmlaufen lassen ein paar mal gemacht, doch immer wieder taucht dieser Fleck auf... sowieso dann wenn die Lampe länger in Betrieb ist.
Die Zeit ist ja mittlerweile etwas vorangeschritten und da wollte ich mal nachfragen, was da los sein könnte ?
Die Lampen sind ja laut Lupine dicht... nur irgendwo muss da Feuchtigkeit reinkommen, sonst würde die Scheibe ja nicht anlaufen.

Ich komme mir irgendwie unter meinen Kumpels ehrlich gesagt etwas, naja, blöd vor, da meine Betty diesen Wasserfleck an der Scheibe hat. Sie sind mit China-Lampen unterwegs und da läuft nichts an :(

Razzamatz
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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Razzamatz » 25.01.2013, 17:33

Hallo.

Das ist ein ganz normaler physikalischer Effekt.

Die Feuchtigkeit innerhalb des Lampengehäuses kondensiert an dem kalten Frontglas.
Je kälter es draußen ist, desto größer ist dieser Effekt.

Dazu muß man wissen, das warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft.

Das Frontglas wird durch die Außentemperatur so stark abgekühlt das es "kalt" ist. Hier kondensiert die Feuchtigkeit, weil der "kalte" Bereich des Frontglases die Feuchtigkeitsmenge nicht aufnehmen kann. Folge: Feuchtigkeit wechselt den Aggregatzustand von gasförmig nach flüssig.

Im Badezimmer kondensiert die Feuchtigkeit nach dem Duschen auch am kalten Fenster/Spiegel.

Die Feuchtigkeit durch warmlaufenlassen der Lampe ohne Frontglas wird nur "bedingt" und temporär funktionieren, weil in der Umgebung immer Feuchtigkeit ist. Aber 4-6 Stunden bei Vollast reduziert auf jeden Fall große Feuchtigkeitsmengen im Gehäuse.
Bei den jetzigen Temperaturen ist die Feuchtigkeit in der Umgebung sehr gering, so dass jetzt sicher der Erfolg am größten ist.

Hinzu kommt der sogenannte Pumpeffekt. Durch das Erwärmen dehnt sich das Luftvolumen innerhalb der Lampe aus und erzeugt ein Überdruck. Durch Abkühlen ein Unterdruck. Wenn man das Volumen kennt, kann man sogar ausrechnen um wieviel Druckunterschied es sich habdelt.
Die kleinste undichtigkeit reicht um duch den Pumpeffekt neue Feuchtigkeit in das Gehäuse zu Pumpen.

Gruß Razza
Es wird aber besser wenn man 4-6 Stunden

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Teelicht » 25.01.2013, 18:08

Ich verstehe das schon, dass Feuchtigkeit an kalten Gegenständen kondensiert.
Nur was mich halt wurmt, warum tut das meine Lupine, und die China-Lampen meiner Kumpels eben nicht ?
Habe das mehrmals beobachtet nach der Tour... ich schalte meine Betty immer gleich aus um nervende und spöttische Kommentare zu vermeiden.

Sprich irgendwo ist die Lampe nicht dicht so, dass Feuchtigkeit rein kann... nur eben wo ?

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von spudi » 25.01.2013, 22:00

Wo ist das Problem? Es wurde bereits mehrfach zugesichert, das dass ein normaler Prozess ist und die Betty in der Funktion in keinster Weise beeinträchtigt oder gar schadet.
Und wenn Du mit den Sprüchen Deiner Kollegen nicht umgehen kannst, lass Dir mal ein paar Eier wachsen. Ist doch klar, dass sich die Neider an jeden vermeintlichen Makel einer so perfekten Lampe aufhängen. ;)

Karsten

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Teelicht » 25.01.2013, 22:48

spudi hat geschrieben:Wo ist das Problem? Es wurde bereits mehrfach zugesichert, das dass ein normaler Prozess ist und die Betty in der Funktion in keinster Weise beeinträchtigt oder gar schadet.
Und wenn Du mit den Sprüchen Deiner Kollegen nicht umgehen kannst, lass Dir mal ein paar Eier wachsen. Ist doch klar, dass sich die Neider an jeden vermeintlichen Makel einer so perfekten Lampe aufhängen. ;)

Karsten

Wenn solche Schönheitsfehler bei solch "perfekten" Lampen mit dazugehören, dann werde ich wohl oder übel damit leben müssen. :pray:
Komisch aber, dass es immer nur im Premium-Bereich heisst...
"Das ist normal", "Beeinträchtigt oder schadet in keinster Weisse die Funktion"

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Matthias » 26.01.2013, 00:14

Teelicht hat geschrieben:"Das ist normal", "Beeinträchtigt oder schadet in keinster Weisse die Funktion"
Die Lampenköpfe sind abgedichtet, aber nie 100% dicht. Sie werden am Limit betrieben. Beschlagbildung ist möglich, hat als kosmetisches Problem aber nur einen untergeordneten Wert.
Mit dem Anspruch von Lupine - klein, leicht, hell - hat das wenig zu tun.
Gruß

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von flyingcubic » 26.01.2013, 04:13

lampe aufmachen 30min auf voller stufe eingeschaltet liegen lassen, etwas abkühlen lassen und frontring wieder aufdrehen.

sollte das Problem beheben oder mindern.

Das würde mich auch stören wenn ich soviel geld hinlegen müsste...
und normal kann es wohl nicht sein

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Matthias » 26.01.2013, 11:30

Mit dem "normal" ist das halt so eine Sache, wie gesagt, die Lampen sind nicht 100% wasserdicht.
Was m.E. nicht normal wäre: wenn sich Tropfen am tiefsten Punkt im Gehäuse hinterm Glas ansammeln und einen See bilden.

Bei mir sieht's (natürlich in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen, hier z.B. bei Regenfahrt) folgendermaßen aus:
  • Bei den alten "offenen" Halogenleuchten (Passubio, Nightmare - aber auch bei Piko und Tesla) bildete sich bisher fast nie ein bleibendes Kondensat.
    Die gut abgedichteten aktuellen Wilmas oder Bettys lassen einmal verinnerlichte Feuchtigkeit m.E. nicht einfach wieder raus, da hilft aber die o.g. Prozedur sehr effektiv.
    Die alte Betty (ext. PCS) hat bei mir bislang nie beschlagen (auch bei 2 Stunden im strömenden Regen).
    Die neue Betty (R) beschlägt zentral bei Kälte regelmäßig, da die mittlere LED nicht aktiv ist und sich somit an dieser Stelle aufgrund des Temperaturgefälles ein leichtes Kondensat bilden muss (das, so meine ich, ist zwingend bzw. normal, da es im Inneren eben nie eine 0%-Luftfeuchtigkeit geben kann). Sie ist aber so dicht, daß ich sie im Betrieb eine Minute in ein Wasserglas halten kann, ohne daß sie Schaden nähme.
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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Teelicht » 26.01.2013, 12:10

Ich habe jetzt mal folgendes gemacht:
Die Lenkerhalterung abgeschraubt und das Gewinde und den Sitz für diesen kleinen Gummi etwas eingefettet und wieder zusammengeschraubt.
Dann habe ich den Deckel abgenommen und gut 30 min auf Volllast die Lampe eingeschaltet, etwas gewartet und den Deckel wieder aufgeschraubt.

Jetzt habe ich die Betty für ca. 30 min. bei -3°C nach draussen auf den Balkon verbannt und dort nochmals unter Volllast leuchten lassen.
Fazit:
Es bildete sich kein Wasserfleck.... werde das aber trotzdem weiter beobachten.

Es ist halt trotzdem ärgerlich, dass sowas bei einer über 800 € Lampe vorkommt. Ehrlich gesagt schaut man auf solche Sachen etwas genauer in dem Preissegment und reagiert dann dementsprechend.
Die Betty ist eine schöne Lampe... alle Lampen von Lupine sind toll !

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von flyingcubic » 26.01.2013, 12:12

sie würde auch beschlagen wenn die mittlere LED voll bestromt werden würde...

(hab ich probiert)

Ich denke es ist die Restfeuchtigkeit der Wärmeleitpaste die da entweicht.

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Matthias » 26.01.2013, 12:19

flyingcubic hat geschrieben:sie würde auch beschlagen wenn die mittlere LED voll bestromt werden würde...
(hab ich probiert)
Ich denke es ist die Restfeuchtigkeit der Wärmeleitpaste die da entweicht.
Ja, das glaube ich auch, dann ist der Beschlag aber sicher diffuser. Das leichte Kondensat bei unbestromter Mitte, bildetet sich haargenau und scharf abgegrenzt über dieser LED am Innenglas ab (an der Optik ist übrigens nix).

Ich finde Deinen o.g. Tipp sehr effektiv.
Ansonsten könnte man sogar sagen, die Lampen sind fast schon zu dicht, denen fehlt die Innenbelüftung. :mrgreen:
Gruß

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von flyingcubic » 26.01.2013, 12:28

ja ich denke das beschlägt auch nur weil die Lampe so dicht ist!

denn wenn man die Dichtung weglässt und den Deckel leicht aufdreht, beschlägt da nix mehr
aber da is nichts mehr mit wasserdicht.

also ist es ein kompromiss zwischen wasserdicht und kondensat...

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Re: Angelaufene Scheibe bei Betty II

Beitrag von Teelicht » 09.02.2013, 13:17

Hallo zusammen,
ich bin gestern Nacht mit der Betty bei -2°C und heftigem Schneetreiben etwas über eine Std. unterwegs gewesen.
Habe die Lampe die meiste Zeit über auf Volllast laufen lassen.
Konnte beim Ausschalten aber feststellen, dass der Kondensfleck in der Mitte deutlich geringer war wie zuvor.

P.S. hab mir vorhin eine Piko X6 bestellt :D

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