CRASHKURS Akku Tesla und Betty

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TarunTamal
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CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von TarunTamal » 01.12.2008, 18:39

Liebe Freunde,

ich benötige einen guten Rat.

LUPINE schreibt über die eigenen AKkus folgendes:

"LiIon-Akkus sind sehr kältebeständig, sie haben bis hinunter auf ca. -10°C wenig Kapazitätsverlust (ca. 5% bei 0°C) und eine sehr geringe Selbstentladung (ca. 3% im ersten Monat nach der Ladung). "

Nun habe ich eine unklare Situation.

Meine Tesla hat heute den 6,8 Ah Akku nach 1,25 Stunden auf "Rot" gebracht. Außentemparatur 0°C .

Bin danach noch bis auf insgesamt 1,75 Stunden weitergefa***n. Mit Betty danach 7,3 V "gemessen".

Auch den bei Tesla mitgelieferten kleineren Akku bringt die Laterne nach sehr stark verkürzter Zeit auf Rot.

Betty bringt mir bei Kälte <0°C den Akku noch schneller auf "Achtung Spannung sinkt". Nach 45min Betty kommt die "Warnung".

Lupine schreibt weiter:

"Mit abnehmender Temperatur sinkt das Spannungsniveau des Akkus beim Entladen ab. Dies führt dazu, dass bei tiefen Temperaturen die gelbe LED am PCS früher aufleuchtet. "

Aber so arg, dass meine Laternen so schnell abk(n)acken?

Habe ich was falsch gemacht, als ich meinen Akku vorschriftsmäßig und liebvoll gekühlt auf 50% durch den Sommer gebracht habe?

Bitte um Feedback. Es ist zwar leicht, einen Reserveakku mitzunehmen, aber ich will schon wissen, was da geht mit meinen Akkus.

Meine Erfahrung sagt mir jetzt ganz klar: bei Temperaturen ab 0°C abwärts geht die Akkuleistungsdauer ganz stark zurück. Dies beobachte ich im Gegensatz zu den Statements von Lupine. HM?

Ich versteh das nicht - habe doch sicher einen Fehler, den ich übersehe? Welchen?



Gruß,

Tarun
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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von hang-loose » 01.12.2008, 19:59

Hallo Tarun

Bzgl. des Kapazitätsverlustes wird das wohl auch stimmen - allerdings geht die Spannung doch schon sehr merklich in den Keller wenn es Richtung 0° oder gar noch kälter wird; auch bei LiIon-Akkus! (entgegen den Äußerungen von Lupine trifft das sehr wohl auch auf die Akkus mit dem Wolf zu)

Nun misst das PCS ja lediglich die Spannung, um dann auf Gelb/Rot zu schalten. Dieser Zustand müsste im Winter jedoch deutlich länger erhalten bleiben, also kann man "ganz lange" mit Gelb weiterfahren.

Abhilfe wäre u.U. das PCS im Winter umzuprogrammieren oder den Akku tatsächlich im Rucksack/Trikot zu verstauen.

Gruß
hang-loose

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microbat
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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von microbat » 01.12.2008, 20:03

Die Betriebszeiten find ich O.K.

Was PCS und kalten Akku betrifft, könnte sich mal der Calle melden ...

Matthias
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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von Matthias » 01.12.2008, 20:07

@tarun
Kann die Einschätzung von hang loose bestätigen. Merke, dass bei "halbleerem" Akkus schon auf den ersten Metern - sobald sich der Akku abkühlt - recht fix die gelbe und die rote Leuchte kommen können. Das Akku-Alter spielt bestimmt auch ein gewisse Rolle. Die jeweiligen Schaltschwellen für die Kapazitätsanzeige werden bei Kälte schnell erreicht. Die programmierbaren Lampen stelle ich dann maximal auf die mittlere Stufe (probeweise sogar niedriger) ein. Aber es ist auch so, daß ich noch lange weiterfahren kann ehe die Abschaltschwelle (bei 5,4V) erreicht wird.
Matthias

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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von TarunTamal » 01.12.2008, 22:47

Jungs,

ich bin beeindruckt - nicht zum ersten Mal - von Eurer zuverlässigen und kompetenten Art.

Es ist wie gesagt nicht so schlimm, einen Reserveakku mitzunehmen. Allein die Aussage, dass der Akku relativ unempfindlich gegen Kälte ist, machte mich stutzig...

Eure Einschätzungen helfen mir doch schon sehr weiter, herzlichen Dank! :danke:

Vielleicht mag ja jemand von Lupine etwas dazu sagen?


Gruß jedenfalls von

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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von Crazyhorse » 02.12.2008, 18:43

Hier ist immer von einem Spannungseinbruch die rede, denn das PCS macht genau daran die Beurteilung fest wann der Akku sich der Reserve nähert.

So wie ich das verstanden habe bricht aber die Kapazität bei LiIon nicht so stark ein wie bei Typen. Die Spannung aber gibt schon nach, da die Chemikalien einfach Reaktionsträger werden.
In dem Fall ergibt die Aussagen von Lupine wieder Sinn.

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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von TarunTamal » 02.12.2008, 19:21

@Crazyhorse

Klartext bitte.

Bedeutet das, die Spannung sinkt, also muss das PCS Warnung geben.

Die Laterne wird aber weiter leuchten, wie wenn annähernd nix wäre (siehe eben das Lupine Statement)?

Dann ist das mit Betty, Wilma etc kein Problem, da kann man ja die Empfindlichkeit des PCS modifizieren.

Was aber mit Tesla? Sie ist nicht regelbar.

Habe ich Crazyhorse richtig verstanden?


Übrigens habe ich gestern mit Tesla aus dem 6,8 Ah Akku nach 1,75 Stunden Brenndauer bei 0°C sage und schreibe 3,0 Ah bei 12 Watt voller Leistung herausgebrannt. Das jedenfalls hat Charger One heute in den wieder "aufgetauten" Akku reingeladen.

Das ist was für die Techniker hier, denn ich sage:


A Entweder Tesla hat bei optimaler Kühlung wesentlich mehr als 12 Watt gesaugt

oder

B Mein Charger One "lügt".


Denn 3 Ah bei 1, 75 Stunden Dauer und sagen wir mal 12 Watt, das geht doch nicht, oder?



Will sagen: Mir scheint auch die Kapazität zu sinken, nicht nur die Spannung das Akkus bei Kälte!


Gespannt wartet auf Anwtort:


Tarun Tamal
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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von Matthias » 02.12.2008, 20:01

TarunTamal hat geschrieben:Mir scheint auch die Kapazität zu sinken, nicht nur die Spannung das Akkus bei Kälte!
Beides kann man hier nicht voneinander Trennen.
Es besteht ein "Zusammenhang".
Doch mehr ist es auch nicht...
  • Während des Betriebs(Entladens) wird die Kapazität über die Spannungslage des Akkus grob geschätzt.
  • Während des Ladens (Chager One, Microcharger) über einen Algorhthmus ermittelt. Der berechenete Wert ist lediglich Anhalt für die Akkukapazität.
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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von Crazyhorse » 02.12.2008, 22:03

Klar besteht da ein zusammenhang, jedoch sind die Effekte nicht so dramatisch wie bei LiPos z.B.

Und was der Charger anzeigt beinhaltet soweit ich das einschätzen kann auch die Verluste die durch den Innenwiederstand des Akkus beim laden in Form von Wärme anfallen.


Außerdem zeigen unseren Lampen bei den Temperaturen erstmal wirklich was sie können, denn nun steht mit dem Fahrtwind wirklich genug Kühlung für max Power zur verfügung.

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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von Bartenwal » 02.12.2008, 23:14

TarunTamal hat geschrieben:Übrigens habe ich gestern mit Tesla aus dem 6,8 Ah Akku nach 1,75 Stunden Brenndauer bei 0°C sage und schreibe 3,0 Ah bei 12 Watt voller Leistung herausgebrannt. Das jedenfalls hat Charger One heute in den wieder "aufgetauten" Akku reingeladen.
Das ist was für die Techniker hier, denn ich sage:
A Entweder Tesla hat bei optimaler Kühlung wesentlich mehr als 12 Watt gesaugt

oder
B Mein Charger One "lügt".
Denn 3 Ah bei 1, 75 Stunden Dauer und sagen wir mal 12 Watt, das geht doch nicht, oder?

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Hallo Tarun Tamal,
da lügt nichts !!
Verbrauch hast Du ca. 12 Watt * 1,75 h / 7.2 V = 2,91 Ah. passt also prima zur Aufladung.

Grüße,
Bartenwal
Veloträumer

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Re: CRASHKURS Akku Tesla und Betty

Beitrag von TarunTamal » 03.12.2008, 08:37

Hallo bartenwal, ich muss (mal wieder) eingestehen: wer rechnen kann, ist enorm im Vorteil.

Ich versuche das mal zu lernen... :oops:

Also, dann habe ich folgendes Fazit:

Verbrauchte und dann wieder eingeladene Kapazität stimmen erstaunlich genau überein.

Der PCS gibt wegen Spannungsabfall durch Kälte recht früh die "gelbe Karte" (bei Tesla das rote Licht).

Wahrscheinlich wird die Leuchtdauer aber im Vergleich zur recht schnell kommenden Warnung doch recht "normal" bleiben, eben wie von Lupine angegeben nur minus etwa 5% bei Kälte.

Das werde ich jetzt mal im Versuch darauf ankommen lassen, was nach der Warnung durch das PCS geschieht, wie lange ich auf max. Power weiterkommen kann.

Wie crazyhorse schreibt: große Kälte=beste Kühlung=maximale Leistung. Da wird schon etwas mehr gehen als 12Watt.


Es dankt:

Tarun Tamal
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